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Schönhauser Allee Arcaden, Berlin, Deutschland
Von dem Gedanken ausgehend, hier einen Kontrast zum Geräusch-, Ton- und auch Lichtgewirr eines Einkaufszentrums zu schaffen, konzipierte der Künstler eine Lichtwand, die beim Betrachter Assoziationen zu Ruhe, Langsamkeit, Weichheit und Entdeckung hervorrufen. Mit seiner Idee, hier eine Lichtwand zu installieren, hat Thomas Emde einen Bereich, der sonst gestalterisch eher vernachlässigt ist, dauerhaft aus seinem Schattendasein befreit und ihm atmosphärischen Glanz verliehen.
Bewußt wurde hier mit einem Licht gearbeitet, das nicht auf die Wand projiziert wird, sondern direkt aus ihr herausleuchtet. Die sich in der Rotunde befindende Lichtwand, hinter deren gewölbter Operafolie hunderte mit roten, grünen und blauen Filtern versehene Leuchtmittel installiert sind, verändert laufend ihre Oberfläche: Die vom Künstler programmierte Steuerelektronik ermöglicht völlige Freiheit in der Gestaltung unzähliger Farben wie auch im zeitlichen Ablauf und in der Richtung der Farbverläufe. Das Licht ist also einer ständigen Veränderung, einer ständigen Bewegung unterworfen. Die Veränderungen des Lichts vollziehen sich jedoch laufend am Rande des im Normaltempo Wahrnehmbaren.
Der Besucher, der auf dem Weg zum Parkhaus die Rolltreppe benutzt, fährt sozusagen in die Lichtwand hinein. Auf diese Weise nimmt er die
Veränderungen des Lichts und dessen Farben als Gegenpol zur grellen Geschäftswelt wahr und kann sich von der Hektik des Einkaufs auf eine andere Geschwindigkeit des Betrachtens einlassen.
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