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Kali+Salz AG, Kassel, Deutschland
Das neue Bürogebäude der Kali+Salz AG in Kassel besticht durch seine eleganten und vitalen Formen. Ein weicher s-förmiger Schwung zieht sich durch die großzügig angelegte Glasfassade und verleiht dem Gebäudekomplex einen organisch-dynamischen Charakter.
Der nach innen versetzten Fassade des Erdgeschosses sind weiße tragende Säulen vorgelagert. Darüber schließen sich vier komplett verglaste Stockwerke an, die aus einer hinterlüf-teten Doppelfassade bestehen. Den fünften Stock bildet die Vorstandsetage mit einem nach vorn auskragendem Dach.
Die lichte und offene Gestaltung der Fassade schafft sowohl Transparenz als auch Dynamik durch die sich wandelnden Lichtverhältnisse am Tag. Das Gebäude unterstreicht so die Haltung des Unternehmens: keine statische Erscheinung, sondern ein organisches, kommunikatives Gefüge, das in einem ständigen Dialog mit seinem Umfeld steht.
Das Lichtkonzept Thomas Emdes hebt das besondere Wesen des Gebäudes hervor und läßt es bei Nacht zur dynamischen Lichtskulptur werden. Der charakteristische s-förmig geschwungene Grundriss wird einerseits durch die lichtgestalterische Akzentuierung der Kanten hervorgehoben. Andererseits wird die Organik des geschwungenen Baukörpers durch Licht- und Farbwechsel betont und in den tatsächlich beweg-ten Bereich übertragen. Die dynamische Beleuchtung soll die Wirkung der Architektur – die Emotion der Kurve – verstärken und nach außen widerspiegeln.
Das Farbspiel wird über spezielle Leuchtmittel – RGB-Module – erzeugt, die über ein Programm einzeln angesteuert werden können. Die Leuchtmittel – von außen nicht sichtbar – strahlen von unten her auf die Jalousien und erzeugen einen zarten immateriellen Lichtverlauf in jedem der Fensterelemente. Dabei wandelt sich die Fassade im Laufe der Nacht und erscheint immer wieder in einem neuen Licht, einem anderen Gesicht: Von zarten Blau- über Violett- bis hin zu kräftigen Grüntönen reicht das Farbspiel.
Grenzt die Fassade im konventionellen Sinne das Gebäude nach außen ab – wird sie hier zu einem Element der Verbindung. Sie führt zu einem Dialog zwischen und in der Weiterführung zu einem Ineinanderfließen von Innen und Außen.
Mit dieser Anwendung des Lichtes wird die Konzeption der Architektur hervorgehoben und die Formgebung des Baukörpers unterstützt. Das Lichtkonzept will sich nicht autark behaupten, sondern mit der Architektur verbinden und auf sanfte Weise mit dem städtischen Umfeld kommunizieren.
Licht wird zu einem integralen Bestandteil der Architektur und einem Medium der Kommunikation.
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